Mit der SAP Cloud Foundry vollzieht die SAP die notwendige Öffnung in Richtung Standards und Offenheit. Die Cloud Foundry Platform sieht sich gewissermaßen als Ecosystem (Platform as a Service (PaaS)) für Cloud Anwendungen, ist Open Source und wird von allen namhaften Cloud Anbietern unterstützt.
So ist die SAP selbst zum zweit größten Cloud Foundry Committer avanciert.
Seit vielen Jahren kann man als Kunde auf der SAP Neo Platform aus einem stetig wachsenden Katalog, Services auswählen. Benötigt man aber neben den proprietären SAP Diensten, für die eigene Softwarelösung eine geeignete Laufzeitumgebung, gibt es lediglich Java oder Java Script Container zur Auswahl.
Auch im Kontext der Datenhaltung sucht man gängige Open Source Datenbanken auf der Neo Platform vergeblich. Durch diese Limitierung ist es mitunter notwendig neben der SAP Cloud Platform einen weiteren Cloud Anbieter auszuwählen, wodurch unter anderem die Gesamtkomplexität des Lösungsszenarios steigt.
Mit der SAP Cloud Foundry Platform gehören diese Limitierungen der Vergangenheit an. Ihre Anwendung ist im Cloud Foundry Ecosystem eingebettet und kann auf eine Vielzahl von Basisdiensten zurückgreifen. So sind zum Beispiel Themen wie Loadbalancing oder die horizontale Skalierung in diesem Environment ein Kinderspiel.
Die Verwaltung der Anwendungen und der Services geschieht über ein Command Line Interface beziehungsweise über das SAP Cloud Foundry Web Cockpit.
Eigentlich alles so, wie man es sich von einem ausgereiften PaaS Angebot auch erwarten darf.
Man könnte sich die Frage stellen, warum man die SAP als PaaS Anbieter auswählen sollte, wenn die Cloud Foundry doch ein offener Standard ist und z.B. von Amazon AWS, Microsoft Azure und Google App Engine unterstützt wird?!
Wie so oft gelingt es auch hier der SAP attraktive Business Services, gerade für SAP Kunden, zu schnüren und diese nahezu nahtlos mit der Cloud Foundry Welt zu integrieren. Kurz gesagt, es kommt zu einer Verschränkung ausgereifter Business Services mit dem Open Source Universum.